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Intro

Wann haben Sie zum letzten Mal gestaunt? Unsere Welt ist erklärbar geworden, Überraschungen sind unerwünscht. Der Realismus hat von uns Besitz ergriffen und drängt die Magie der kleinen und grossen Dinge an den Rand unserer Wahrnehmung. Red Bull Flying Illusion rückt genau diese Magie wieder in den Mittelpunkt. Mit einer Show, die eigentlich unmöglich ist.

Red Bull Flying Illusion ist die neue Show der international erfolgreichen Breakdance Company Flying Steps aus Berlin. Elf der weltbesten Tänzer – ausgewählt aus allen Bereichen des Urban Dance – treffen in einem magischen Battle der verfeindeten Mächte aufeinander. Flying Heroes gegen Dark Illusions, Gut gegen Böse, das Licht der Liebe gegen die ewige Finsternis.

Dabei lassen sie die Grenzen zwischen atemberaubendem Breakdance und der einzigartigen Macht der Illusion verschwimmen. Übernatürliche tänzerische Fähigkeiten vermischen sich unbemerkt mit gezielten optischen Täuschungen. Plötzlich werden ein Headspin und der Traum vom Fliegen eins. Genau das macht Red Bull Flying Illusion so faszinierend. Was ist echt und was nur Illusion? Und spielt das überhaupt eine Rolle?

Mit Red Bull Flying Illusion verbinden die Flying Steps zwei Welten, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören. Damit kennen sie sich aus: Auf der ganzen Welt tanzen sie zur Musik von “Das Wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach. Red Bull Flying Bach nennt sich die Show, bei der Street Culture auf Hochkultur trifft und die seit drei Jahren die Klassikwelt auf den Kopf stellt. Über 200.000 begeisterte Zuschauer hat sie bereits angelockt. 2010 wurde Red Bull Flying Bach zudem mit dem Sonderpreis des ECHO Klassik ausgezeichnet.

Red Bull Flying Illusion ist die grösste Produktion, die es im Breakdance je gegeben hat. Dabei haben die Steps wie eine ganz normale B-Boy-Crew angefangen.
Gegründet wurde die Crew 1993 von Vartan Bassil und Kadir "Amigo" Memis in Berlin.
Ihre Bekanntheit reichte schon bald über die Grenzen des Breakdance hinaus. So veröffentlichten sie 1998 gemeinsam mit Music Instructor die Single "Super Sonic", die sich über 250.000 mal verkaufte.
2000 gewannen sie auf der EXPO in Hannover zum zweiten Mal nach 1994 die International Battle Of The Year, eine der wichtigsten B-Boy-Meisterschaften.
Bei der Red Bull Beat Battle 2005 sicherten sie sich erneut den Status des Weltmeisters...
... und wiederholten diesen Erfolg zwei Jahre später.
2010 feierte schliesslich Red Bull Flying Bach Premiere: eine so mutige wie einzigartige Fusion aus Klassik und Urban Dance.
Dafür bekamen die Flying Steps noch im selben Jahr den ECHO-Klassik-Sonderpreis.
Der Erfolg der Show brachte sie einmal um die Welt: von Berlin nach Bangkok...
... Reykjavik...
... Santiago de Chile...
... Kyoto...
... Sydney...
... Astana...
... Moskau...
... oder Turin.
Zwischendrin eröffneten sie 2013 die Flying Steps Academy in Berlin, Deutschlands grösste Urban-Dance-Schule für Stile von B-Boying über Hip-Hop und House bis hin zu Ballett, Tap und Salsa.
Nun aber stehen sie erneut selbst mit einer Mega-Produktion auf der Bühne. Und die Reise beginnt von Neuem...

Breakdance trifft auf Illusion

„Natürlich macht der Erfolg von Red Bull Flying Bach mich und alle Beteiligten stolz“, sagt Vartan Bassil, Gründungsmitglied, Chefchoreograf und Künstlerischer Direktor der Flying Steps. „Aber wir wollen nicht stehenbleiben. Uns geht es immer darum, die Leute zu faszinieren. Wir wollen zeigen, was Breakdance als Kunstform zu leisten imstande ist. Red Bull Flying Illusion ist der nächste, konsequente Schritt.“

Vartan Bassil

Das Mastermind

3:01

Bassils Augen leuchten, während er durch die streng gesicherte Probenhalle der Flying Steps bei Black Box Music im Norden Berlins läuft und die Fortschritte seiner Tänzer begutachtet. Seit mehreren Wochen trainieren sie hier täglich zwölf Stunden, für eine Show, die die Welt so noch nicht gesehen hat. „Du musst die Sichtachse beachten, wenn du aus deinem Powermove wieder rauskommst“, raunt ein Tänzer dem anderen zu. „Sonst verdeckst du den Trick und keiner kann etwas sehen.“Verständiges Nicken, kurz den Schweiß von den Händen wischen und alles noch mal von vorne. „Die Mädels und Jungs leisten hier gerade Unfassbares“, lacht Bassil stolz. Auch deshalb ist für ihn die Sache ganz klar: Urban Dance und Illusion – das schliesst sich nicht aus. „Auch beim Breakdance geht es darum, die Grenzen der Machbarkeit neu zu definieren, das Mögliche aus dem Unmöglichen zu schaffen. Geht nicht gibt’s nicht.“

Der Antrieb ist immer: Geht nicht, gibt’s nicht.

Vartan Bassil

Für alles, was über die scheinbar endlosen Fähigkeiten der Tänzer hinausgeht, ist Florian Zimmer zuständig. Der gebürtige Ulmer gilt als Rebell unter den Illusionisten, als Shooting-Star der Branche. Als erster Deutscher bekam er von den Grossmeistern Siegfried und Roy den „Golden Lion Award“ verliehen. Er hat schon Bühnenauftritte für Janet Jackson entworfen, sogar mit ihrem Bruder Michael hat er zusammengearbeitet. Sehr viel mehr geht nicht. Jetzt steht er mit einer Rolle doppelseitigem Klebeband am Bühnenrand und grübelt. Ein Scharnier will nicht so, wie er möchte. Zimmer nennt das „Magier-Alltag“.

Florian Zimmer

Die Illusionen

2:55

„In jedem noch so kleinen Detail kann der Teufel stecken. Eine Illusion braucht Zeit, Übung und viel Geduld, und das von allen Beteiligten.“ Viel Zeit aber hat Zimmer nicht mehr. Die Premiere von Red Bull Flying Illusion rückt unaufhaltsam näher, und ein paar der Tricks zeigen sich noch widerspenstig.

Kein Wunder, wenn man Zimmer fragt, schliesslich wurden alle Tricks der Show eigens dafür erdacht und gebaut. „Ich habe bei Red Bull Flying Illusion die Möglichkeit, Dinge zu tun, die ich in meiner eigenen Show nicht tun könnte. Ein Beispiel: Für einen Trick muss der Tänzer tatsächlich einen Headspin können, sich also mehrere Male auf dem Kopf um die eigene Achse drehen. Nur dann funktioniert der Trick. Ich kann das leider nicht. Und ich kenne auch keinen einzigen Magier auf der Welt, der das kann.“

Fliegende Helden gegen ewige Dunkelheit

Seit knapp zwei Jahren arbeiten Bassil und Zimmer nun schon zusammen. Sie haben sich gemeinsam Shows in Las Vegas angesehen und ihre Lehren daraus gezogen. Das Ergebnis ist die tänzerische Umsetzung einer Geschichte über den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Vor zehntausend Jahren, so besagt es die Legende, verbannten die Flying Heroes ihre finsteren Feinde, die Dark Illusions, in die Unterwelt. Doch das Böse war nicht endgültig besiegt. Alle zehntausend Jahre öffnet sich die Pforte zur Unterwelt aufs Neue. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen: Die Dark Illusions sind zurückgekehrt, um Rache zu nehmen. Bis zum Sonnenaufgang müssen die Flying Heroes die dunklen Mächte von der Erde vertreiben, sonst wird das Licht des Lebens für immer erlöschen. Erneut entscheidet ein magischer Kampf über das Schicksal der Menschheit ...

Es ist eine grosse Geschichte, die da erzählt wird. Und doch ist sie nicht das Wichtigste, wie Bassil offen zugibt: „Sie ist wichtig, weil wir darüber alle Emotionen abrufen können. Aber im Vordergrund steht bei Red Bull Flying Illusion der Tanz. Der Kampf zwischen Gut und Böse macht diese grossartige Unterhaltungsshow eben komplett.“

Ein Haufen Talent

Mittlerweile haben sich die Tänzer warm gemacht und nehmen ihre Ausgangspositionen ein. In kleinen Gruppen fliegen sie, ganz ohne Magie, über die Bühne, vollführen sogenannte „Powermoves“ und andere verrückte Manöver. Elf Tänzer hat Vartan Bassil ausgesucht. Jeder einzelne ist ein Ausnahmetalent auf seinem Gebiet: Popping, Locking, House, B-Boying. „Unser Ensemble versammelt die besten Tänzer der Welt. Jeder von ihnen kann schon alleine ein Publikum zum Staunen bringen – und wir haben sie alle auf einem Haufen.“

Da ist Lil Amok, der seinem Namen beim Tanzen alle Ehre macht. Da ist Minzy, die auch eine Karriere als Kunstturnerin hätte hinlegen können. Da ist Junior, der auf seinen Armen besser laufen kann, als andere Leute auf ihren Beinen. Da ist RubberLegz, der seine Beine verknoten kann, wie ein Kopfhörerkabel in der Hosentasche. Da ist Benny, der vor einigen Jahren mal einen Weltrekord für Headspins aufgestellt hat, also sich häufiger auf dem Kopf um die eigene Achse drehen kann, als jeder andere Mensch. Da sind Demon und Marcio, die stark sind wie Stiere und tatsächlich beinahe fliegen können. Da ist Kalli, die griechische Königin des „Newstyle Popping“. Da ist der Veteran (und Co-Choreograf der Show) Lil Rock, der sich schon vor 20 Jahren auf den Brettern bewegte, die die Welt bedeuten, und immer noch mehr Style hat als eine ganze Armee von Models. Da ist Ukay, der früher die Videos der Flying Steps verschlang und jetzt selbst mit seinen einstigen Helden tanzt. Und da ist Robozee, der sich bewegen kann wie ein, nun ja, Roboter. Es ist: ein echtes Allstar-Team.

Das ist die aufregendste und grösste Produktion, die es je mit Breakdance gab.

Benny Kimoto

Dieses Allstar-Team muss nun selbst die Grenzen des Möglichen ausloten. Das harte Training zeigt körperliche Wirkung; kaum einer der Tänzer erscheint ohne Blessuren zum Training. „So hart wie hier haben wir noch nie gearbeitet“, stöhnt Benny. „Aber es wird sich lohnen.“ Er gehört zu den erfahrensten Mitgliedern der Crew, stand schon bei Red Bull Flying Bach auf der Bühne und ist bei Red Bull Flying Illusion auch einer der Choreografen. „Das ist die aufregendste und spektakulärste Produktion, die es bisher mit Breakdance gab. Dafür tun wir alles.“

Filmmusik? HipHop? Ein Symphonieorchester? Hier kommt alles zusammen.

Vivan & Ketan Bhatti

Die Musik

2:32

Entschlossen klappt Benny seinen Laptop auf und drückt auf Play. Aus den Boxen scheppert die Musik, die eigens für Red Bull Flying Illusion komponiert wurde. Die meterhohen Stahltüren der Halle vibrieren. „Tanz und Illusion sind wichtige Teile der Show, aber ohne die Musik würde alles in sich zusammenbrechen“, sagt Vartan Bassil, während mächtige Bässe auf abstrakte Klangfetzen treffen. „Die Musik der Bhatti-Brüder erzählt die Geschichte mit, weil wir in der Show komplett ohne Sprache arbeiten. Ihr Sound ist der Schlüssel zu allem.“

B-Boy-Lexikon

Einmal mitreden bitte!

Jeder Breakdance-Fan kennt Top Rock, Headspin, Power Move und Freeze. Aber sonst? Ein Crashkurs für Fortgeschrittene.

Einmal mitreden bitte!

B-Boy-Lexikon

Air Flare

Hier vereinen sich schier unglaubliche Kraft mit absoluter Beweglichkeit. Einer der bekanntesten und gleichzeitig schwierigsten Powermoves.

Air Flare

B-Boy-Lexikon

Munch Mill

Die Windmill ist ein Klassiker – die Munchmill ist die nächste Stufe. Arme und Beine sind gekreuzt, der Tänzer dreht durch wie eine Lottokugel.

Munch Mill

B-Boy-Lexikon

Ninety Nine

Ein spezieller “Spin”, bei dem sich der Tänzer auf einer Handfläche um die eigene Körperachse dreht. Der andere Arm geht dabei zum Bein.

Ninety Nine

B-Boy-Lexikon

Pop Lock

“Popping” und “Locking” sind zwei der traditionsreichsten Disziplinen im Streetdance. “Poplocking” bringt beides zusammen.

Pop Lock

B-Boy-Lexikon

Running Clock

Entscheidend dabei ist die schnelle Kontraktion und Entspannung der Muskeln. Hier dreht Robozee am Zeiger.

Running Clock

B-Boy-Lexikon

Makak

Was Bodenturnen? Junior bringt den ollen Flic-Flac aufs nächste Level. Körperkontrolle ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Makak

B-Boy-Lexikon

Sequence

Das alte Fußballer-Bild vom “Knoten in die Beine spielen” bekommt bei Minzy eine völlig neue Bedeutung.

Sequence

B-Boy-Lexikon

Rocco Flip

In gewisser Weise ist B-Boying auch Kampfsport. Das wird besonders deutlich, wenn Lil Rock zum Rocko Flip ansetzt.

Rocco Flip

B-Boy-Lexikon

Hand Hops Lotus

Rubberlegz springt auf einer Handfläche auf und ab – und macht mit den Beinen seinem Tänzernamen alle Ehre.

Hand Hops Lotus

B-Boy-Lexikon

Hands Hop with Clapping

Geht natürlich auch mit Klatschen. Zumindest wenn man Amok heißt (und jahrelang für diesen Move trainiert hat).

Hands Hop with Clapping

„Die Bhatti-Brüder“, das sind Vivan und Ketan Bhatti aus Berlin. Sie sind erfahrene Produzenten und haben schon Musik für Theaterstücke, Filme und Kunst-Performances gemacht. Sie kennen sich aus mit Kontrasten und neuen Herausforderungen. Dennoch war Red Bull Flying Illusion auch für sie Neuland: „Vartan hat uns gefragt: ‚Könnt ihr orchestrale Filmmusik wie aus einem Hollywood-Blockbuster mit HipHop kombinieren – ja oder nein?’ Natürlich haben wir ‚ja’ gesagt. Aber was das genau bedeutet, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.“

Also wälzten sie in ihren Sound-Archiven. Sie zerhackten verspielte Klangflächen zu Beats, legten fette Bässe unter Klassik-Elemente – immer mit dem Ziel, eine Brücke zu bauen zwischen der Welt der Magie und den wichtigsten Bedürfnissen eines Breakdancers: Rhythmus und Groove. „Beats, das ist ein Feld, in dem wir gerne experimentieren“, erklärt Vivan Bhatti den gewagten Bombast. „Da werden Sounds verfremdet und in einen neuen Zusammenhang gebracht. Für uns war es sehr natürlich, diesen Weg auch bei Red Bull Flying Illusion einzuschlagen.“

Wir haben Sounds verfremdet und neu kontextualisiert.

Vivan Bhatti

Am Ende wurde die im Studio komponierte Musik von einem 34-köpfigen Symphonieorchester, dem Berlin Music Ensemble, neu eingespielt, um die geheimnisvolle Grundstimmung der Show noch besser zum Leben zu erwecken. Doch damit gaben sich die Bhattis nicht zufrieden. Sie fühlten sich wohl auf ihrer Spielwiese und experimentierten munter weiter. „Wir hatten die Möglichkeit, das Orchester auch als Groovebox einzusetzen. Wenn Ukay auf der Bühne gegen seine eigene Hand antanzt, dann hörst du keinen einzigen elektronischen Ton. Das ist alles Orchestermusik, gespielt von 34 Musikern.“

Echte Welten

Benny ist unterdessen am Ende seiner Choreografie angekommen und drückt auf Stopp. Es wird Zeit für einen weiteren Bühnenumbau. Das Licht geht aus, im Hintergrund ertönt das leise Surren eines Hochleistungs-Beamers. „Jetzt wird es richtig verrückt“, lacht Robozee und geht auf die Bühne. Die Musik setzt wieder ein und Robozee tanzt in einem Meer aus geometrischen Figuren, die einzig und allein seinen Bewegungen zu gehorchen scheinen.

Junior

Dark Illusions

2:58

„Wir machen aus einer Bühne eine Welt mit Tiefe“, flüstert Codec, einer der Visual Artists vom Berliner Künstlerkollektiv Pfadfinderei. Normalerweise unterstützen sie mit ihren Beamern und Grafiken die Sets von weltweit gefeierten Electro-Musikern wie Boys Noize, Moderat oder Paul Kalkbrenner. Sie kennen sich also aus mit grossen Bühnen und noch grösserer Energie. Doch eine komplett eigene Welt zu erschaffen, das ist auch für sie neu. Robozee formt gerade einen flimmernden Lichtball zurecht, um ihn dann aus dem Blickfeld zu kicken. Alles im Takt.

„Unsere Inspirationen reichen von Bauhaus über Salvador Dalí bis hin zu M.C. Escher. Vor allem aber war uns wichtig, dass unsere Videokunst im Zusammenspiel mit den Tänzern und den Illusionen gut funktioniert. Hier ist alles miteinander verzahnt, da können und wollen wir keine Ausnahme bilden“, erklärt Honza, der andere kreative Kopf der Pfadfinder die Arbeit an Red Bull Flying Illusion.

Unsere Inspirationen reichen von Bauhaus über Dalí bis Escher.

Honza, Pfadfinderei

Um aus einer Bühne eine echte Welt zu machen, wurden die Tänzer bei der Arbeit gefilmt und vermessen. Aus diesen Daten erstellte die Pfadfinderei Animationen, die wochenlang von bis zu 200 Rechnern ausgearbeitet wurden. Ein gigantischer Aufwand. Doch Technik ist nicht alles, relativiert Codec: “Das Wichtigste für uns ist die Tightness der Tänzer. Wenn die einmal eine Choreografie haben, dann rufen die das jedes Mal komplett synchron ab. Das ist schon richtig beeindruckend.“

Das beeindruckende Bühnenbild, auf dem die Visuals und Animationen der Pfadfinderei projiziert werden, wurde von Jeremias Böttcher designt. Er ist kein Neuling in der Welt des Breakdance; bereits für Red Bull Flying Bach entwarf er das Bühnenbild. Seinem Gestaltungsdrang konnte er nun so richtig freien Lauf lassen.

Das gilt auch für das Team um Modedesignerin Maria Thomas, die für alle Kostüme der Show verantwortlich war. Monatelang tüftelte sie gemeinsam mit dem Menswear-Designer Thoas Lindner, der Schnittdirektrice Tinka Zühlke und dem Stylisten Sebastiano Ragusa an dem avantgardistischen Look von Red Bull Flying Illusion. "Unsere größte Herausforderung war, futuristische, urbane Outfits zu kreieren, die gleichzeitig der hohen Belastung beim Breakdancing standhalten", erklärt Thomas. "Ich hoffe, das ist uns gelungen."

Es scheint so: Als das Licht wieder angeht und Robozee von der Bühne kommt, sind keine Textilschäden auszumachen. High Fives, Abklatschen. „Sah geil aus?“, fragt er. „Ja, sah richtig geil aus“, lacht Vartan Bassil und nimmt seinen Tänzer kurz in den Arm. Er weiß, es gibt noch tausend andere Baustellen. Aber diese eine ist, zumindest für diesen Moment, deutlich kleiner geworden.

Generalprobentag im Berliner Tempodrom
“We Ain't Leaving Until Six In The Morning“: Junior trägt die Arbeitsmoral der Steps auf der Brust
Das "Flying" in Flying Steps
Manöverkritik mit Vartan
Rotlichtmilieu: Die Flying Steps in Action
Auf die grosse Bühne
Der Kopf hinter Red Bull Flying Illusion: Vartan Bassil im Regiestuhl
Stretchen für einen langen Probentag
Kalli hinter den Kulissen bei der Kostümanprobe
Die Welt sind zwei Scheiben: Benny und Lil Rock kontrollieren die Vibes
Fack Ju Göthe: Robozee und Marcio geben sich Faust

Kind für eine Nacht

Bassil ist müde, wie alle am Set. Aber deshalb aufgeben oder einen Gang herunterschalten, das sieht seine Lebenseinstellung nicht vor. „Wir wollen mutig sein. Nur weil es noch niemand gemacht hat, muss es nicht schlecht oder gar unmöglich sein. Und Widerstände sind für uns nur Motivation. Das war im HipHop immer schon so. Und das ist somit auch ein Kernelement von Red Bull Flying Illusion.“ Er freut sich schon auf die Reaktionen des Publikums und auf die Fragen, die kommen werden: Was davon war echt, wo wurde getrickst? „Kann dieser Tänzer wirklich nur auf den Händen im Takt über die Bühne springen oder war da ein Seil? Wie haben die das gemacht?!?“

Die Crew

Ready For Takeoff?

Vom Bühnenbild bis zum finalen Powermove: Diese ausgewählten Spezialisten lassen Red Bull Flying Illusion Realität werden.

Ready For Takeoff?

Die Crew

Künstlerischer Direktor

Vartan Bassil

Künstlerischer Direktor

Die Crew

Illusionen & Beratung

Florian Zimmer

Illusionen & Beratung

Die Crew

Choreografie

Choreograf: Benny Kimoto; Co-Choreograf: Niranh Chanthabouasy

Choreografie

Die Crew

Musik

Ketan & Vivan Bhatti

Musik

Die Crew

Visuals & Lichtkonzept

Pfadfinderei

Visuals & Lichtkonzept

Die Crew

Kostüm

Maria Thomas, Thoas Lindner (BUTTERFLYSOULFIRE), Sebastiano Ragusa & Tinka Zühlke

Kostüm

Die Crew

Bühnenbild

Jeremias Böttcher

Bühnenbild

Die Crew

Tänzer (Flying Heroes)

Benny Kimoto aka Benny, Christos Zacharas aka Robozee, Adnan Dushaku aka Lil Amok, Ali Usein aka Ukay, Damien Bleriot aka Demon, Kalliopi Tarasidou aka Kalli

Tänzer (Flying Heroes)

Die Crew

Tänzer (Dark Illusions)

Niranh Chanthabouasy aka Lil Rock, Junior Bosila Banya aka Junior, Rauf Yasit aka RubberLegz, Marcio De Barros Meireles aka Marcio, Cindy Martinez aka Minzy

Tänzer (Dark Illusions)

Die Crew

Produktion

Produktion: Flying Steps Entertainment & Red Bull; Veranstalter: Flying Steps Production GmbH

Produktion

Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Aber bei aller Anspannung und Herausforderung: Bassil weiß, dass er nicht nur auf der Bühne eine veritable Allstar-Auswahl an seiner Seite hat. Das gesamte Team teilt seine Ambition und ist Teil seines Traums geworden, vom ersten Beat bis zur letzten Abblende. „Wir arbeiten ja schon seit über zehn Jahren mit Red Bull zusammen. Das Beste an dieser Partnerschaft ist, dass es tatsächliche eine Partnerschaft ist. Red Bull hat unsere Vision genau verstanden und uns mit den besten Leuten zusammengebracht. Wir füllen diese Vision alle gemeinsam mit Leben.“

Bassil schlendert zu Florian Zimmer, der, immer noch bewaffnet mit Klebeband, an einer Kiste steht und nachdenkt. „Magie versetzt dich wieder in den Zustand eines kleinen Kindes: Deine Augen sind geöffnet, dein Mund auch, weil du seit langer Zeit zum ersten Mal wieder etwas ganz Neues gesehen hast. Dieser Zustand, bevor der Verstand wieder einsetzt, ist wunderschön, auch wenn er meistens nur ein paar Sekunden andauert.“

Bei Red Bull Flying Illusion dauert er einen ganzen Abend an. Und weit darüber hinaus.